2,2 Prozent Vorrangfläche für Windenergie:Konkrete Vorgaben für den Windkraftausbau sind ein Signal des Aufbruchs
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Hameln. Der Landkreis Hameln-Pyrmont hat jetzt Gewissheit darüber, wie groß der Anteil
seiner Fläche ist, der künftig für Windkraftanlagen vorgesehen ist. Umweltminister Christian
Meyer (Grüne) legte heute Berechnungen zum Ausbau der Windkraft in Niedersachsen vor. Ziel
der Landesregierung ist es, insgesamt 2,2 Prozent der Landesfläche als sogenannte
Vorrangflächen für Windräder auszuweisen. Im Landkreis Hameln-Pyrmont sind es danach
0,45 Prozent der Fläche, auf denen Windkraftanlagen gebaut werden sollen; die Analysen des
Umweltministeriums zeigen, dass grundsätzlich auf 2,21 Prozent der Fläche im Landkreis
Windräder möglich wären. In die genauen Vorgaben flossen etwa Bevölkerungsdichte, Art und
Umfang der Besiedelung, Abstände, Waldflächen und auch Vogelschutzgebiete ein.
„Dass jetzt Klarheit herrscht, weil jeder Landkreis genau weiß, wie groß sein eigener Beitrag
zum Gelingen der Energiewende sein wird, ist ein wichtiges Signal des Aufbruchs“, sagt Britta
Kellermann, Landtagsabgeordnete aus Hameln-Pyrmont. Die Entscheidung darüber, wie groß
die Vorrangflächen in jedem einzelnen Landkreis sein müssen, sei die Grundlage für das
übergeordnete Ziel, die Klimaneutralität Niedersachsens spätestens im Jahr 2040 zu erreichen.
„Wir wissen jetzt, was zu tun ist. Wir kennen unseren Landkreis und müssen jetzt schnell damit
beginnen, die Flächenvorgaben in den Neubau von Windrädern umzusetzen“, so Britta
Kellermann. Unterstützung erwartet die Landtagsabgeordnete durch die von der
Landesregierung beschlossene „Taskforce Energiewende“ und durch den Ausbau einer
„Servicestelle Windenergie“ im Umweltministerium. Große Hoffnungen setzt Britta Kellermann
auch darauf, dass Bürger*innen und Anwohner*innen nicht nur in die Planungen für mehr
Windräder einbezogen, sondern möglicherweise auch an den Einnahmen beteiligt werden.
„Wenn nicht nur Investoren profitieren, trägt das wesentlich zur Akzeptanz von
Windkraftanlagen in der Nachbarschaft und damit zum Umstieg auf eine klimafreundliche
Energieversorgung bei“, sagt Britta Kellermann.

