Statement:Grüne: Klimafolgenanpassung sichert Wasserversorgung in Niedersachsen
Wer heute Wasser in der Landschaft hält und Verbrauch reduziert, sichert morgen die Trinkwasserversorgung und schützt Mensch, Natur und Wirtschaft.
Der Zeitraum von November 2024 bis Oktober 2025 war in Niedersachsen deutlich zu trocken. Hohe Temperaturen sorgten für eine erhöhte Verdunstung, sodass deutlich weniger neues Grundwasser gebildet wurde. Besonders drastisch war der März 2025, der als trockenster März seit Beginn der Wetteraufzeichnungen gilt. Dazu sagen Tamina Reinecke und Britta Kellermann, Abgeordnete der Grünen Landtagsfraktion Niedersachsen:
Tamina Reinecke, Sprecherin für Klimafolgenanpassung
2025 war in Niedersachsen viel zu trocken: Hohe Temperaturen, steigende Verdunstung und zu wenig Niederschlag führen zu einem Wasserdefizit, das sich weiter verschärft. Wenn wir jetzt nicht handeln, wird Wasser zur Mangelware. Das sind verheerende Folgen der Klimakrise, wo wir entschieden gegensteuern müssen. Klimafolgenanpassung ist dabei kein optionaler Zusatz, sondern zentrale Daseinsvorsorge. Wer heute Wasser in der Landschaft hält und Verbrauch reduziert, sichert morgen die Trinkwasserversorgung und schützt Mensch, Natur und Wirtschaft.
Britta Kellermann, umweltpolitische Sprecherin
Wassermengenmanagement hat für die rot-grüne Koalition in Niedersachsen eine hohe Priorität. Der Masterplan Wasser setzt auf konsequenten Wasserrückhalt: durch renaturierte natürliche Flussauen, wiedervernässte Moore und eine wassersensible Stadtentwicklung, die Regenwasser speichert, versickert und zur Kühlung nutzt. Das neue Wassergesetz gibt Kommunen dafür mehr Handlungsspielraum, etwa durch Zisternensatzungen auf dem Weg zur Schwammkommune oder durch die Einführung einer verbrauchsorientierten Trinkwasserpreisstaffelung, die klare Anreize für einen sparsamen Umgang mit Wasser setzt.