Statement:Grüne: Hochwasserschutz ist mehr als eine Pflichtaufgabe

Einer Abfrage der Deutschen Umwelthilfe zufolge, zählt Niedersachsen zu den Bundesländern mit dem größten Hochwasserrisiko.

Einer Abfrage der Deutschen Umwelthilfe zufolge, zählt Niedersachsen zu den Bundesländern mit dem größten Hochwasserrisiko. Knapp 3 Prozent der Landesfläche gehört demnach zu dem Risikogebiet, das sind fast 24.000 Wohnadressen. Dazu sagt Britta Kellermann, umweltpolitische Sprecherin der Grünen Landtagsfraktion Niedersachsen:

Die Klimakrise ist keine ferne Bedrohung mehr, wir erleben ihre Folgen schon heute. Starkregen und Hochwasser werden häufiger und heftiger. Als Konsequenz daraus müssen wir den Flüssen wieder mehr Raum geben. Einerseits braucht es mehr Überschwemmungsflächen, andererseits muss das Wasser besser in der Fläche gehalten werden, um eine Erneuerung des Grundwassers zu ermöglichen. Davon profitiert am Ende auch die Natur, denn lebendige Flussauen sind Hotspots der Artenvielfalt.

Wir in Niedersachsen stellen uns dieser Herausforderung mit einer starken Finanzierung und vielen Schutzmaßnahmen, um unsere Städte und Kommunen widerstandsfähiger zu machen. Mit dem neuen Wassergesetz soll außerdem ein Hochwasserschutzregister eingeführt werden, um Informationen über Deiche und andere Schutzanlagen zusammenzufassen und damit für übergreifende Kooperationen und Planungen effizienter nutzbar zu machen. Dadurch gewinnen wir einen besseren Überblick, wo wir die Menschen vor Ort beim Hochwasserschutz unterstützen müssen.

Doch auch der Bund muss endlich handeln und ein Hochwasserschutzgesetz beschließen, damit etwa Bauverbote in gefährdeten Gebieten greifen. Hochwasserschutz ist für uns weit mehr als eine Pflichtaufgabe – er ist ein Versprechen an die Menschen, ihre Häuser und Lebensgrundlagen bestmöglich zu schützen.

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